Oikia Karapanou
     
 

Die Geschichte

Oikias Ursprung


VERGANGENHEIT

George Voulgaris (1769-1812), ein Vorfahre von Oikias Gründerin Christina, war der erste in der Familie, der sich auf Ägina niederließ.

In 1785, wurde Voulgaris im Alter von 16 Jahren von der türkischen Armee einberufen. Während einer seiner Expeditionen rettete er unter großer Lebensgefahr den Haupt-Marineoffizier vor einem Mordversuch. Als Zeichen seiner Dankbarkeit ließ dieser ihn zum „Bas-Reisi“ ernennen, dem Kommandeur aller christlichen Truppen in der türkischen Marine. Sein Erfolg im Kampf gegen maltesische Piraten, an Bord einer Korvette und mit Offizieren der Insel Hydra, brachte ihm zusätzlich beträchtliche Anerkennung. Von da an konnte sich seine Heimat Hydra samt Ihrer Seemänner des Privilegs eines besonderen Schutzes erfreuen. Später wurde er zum „Bey“ ernannt, ein Titel der nur in sehr seltenen Fällen an Christen vergeben wurde.


Auf einer seiner Seereisen von der Insel Hydra zum Hafen von Piräus zwang ihn schlechtes Wetter den Anker vor Ägina zu werfen, im Golf von Perivola. Die Gegend bezauberte ihn, und er kaufte ein weites Stück Land an der Stelle, wo sich heute das Anwesen der Oikia befindet. Voulgaris baute die Mühle und ein Haus (das kleinere Haus gleich neben der Oikia), wo Premierminister Ioannis Kapodistrias verweilte als die Stadt Ägina der Pest unterlag. Die Luft in Perivola wurde als reiner betrachtet.


Voulgaris’ Sohn Dimitrios (1801-1877) wurde mit 17 Jahren ein Mitglied des Gemeinderates von Hydra, nach dem Tod seines Vaters. Im Jahre 1822, wurde er im Alter von 22 Jahren als Führer der Hydra-Delegation zum ersten nationalen Kongress nach Nafplion gesandt. Als Regierungsgesandter in allen nationalen Tagungen wurde er in die Politik eingebunden und fünf Mal zum Premierminister ernannt. Das Abkommen, welches die übrigen Ionischen Inseln erneut mit dem Festland Griechenlands verband, trat unter seiner während seiner Amtszeit in Kraft, und er unterstützte mit Begeisterung die Kretische Revolution. Er war intelligent und standhaft, aber auch autoritär. Er kleidete sich auf eine exzentrische Art mit einem langen Umhang und einem seltsamen Hut, der ihm den Spitznamen „Tzoumbes“ brachte. Ungefähr im Jahre 1850 baute Dimitrios Voulgaris die Oikia. Nach seinem Tode erbte sein Sohn Lazaros die Oikia. Später wurde sie Lazaros’ Tochter Maria überlassen. Maria heiratete Alexander Karapanos, einen Diplomaten und Wirtschaftsminister. Er war der Sohn des Bankers, Politikers und Archäologen Constantine Karapanos (der die antike Stätte von Dodoni entdeckte). Seitdem ist die Oikia Voulgari unter dem Namen Oikia Karapanou bekannt. Maria Voulgari-Karapanou starb in der Oikia im Jahre 1967 und das Haus blieb lange Zeit leer, bis zum Jahre 1990, als Marias Urenkelin Christina Chorafas nach Ägina kam.

DIE GEGENWART

Zuerst kam der Traum.

Dann kam das Haus.

Zur Zeit des Traumes lebte ich zwischen Meer und Himmel in einer kleinen selbstgemachten Holzhütte auf meiner Heimatinsel Kefalonia. Damals war ich dabei ein Buch zu schreiben. Die Schönheit der Natur, die mich umgab war beinah unerträglich und ich war stets in Ehrfurcht vor der Heiligkeit des Seins. Somit begann ich von einem Ort zu träumen, der dem gewidmet sein würde.

Zu dieser Zeit hatte ich noch keine Ahnung, dass die Oikia eines Tages in meine Hand gegeben werden würde.

Ein paar Jahre später erbte ich. Und von der Hütte zog ich in den...“Palast“ – wie die älteren Ortsansässigen die „Oikia“ zu nennen pflegten. Es gab aber auch ein paar Gemeinsamkeiten: die Hütte wie auch der Palast schienen wie aus einem Märchen, und der Regen tropfte bei beiden durchs Dach!


Ich kann mich noch immer an den Moment erinnern, als ich zum ersten Mal draußen vor Oikias Küche saß. Es kam mir sofort in den Sinn: „Hier sind wir also. Der Traum hat seinen Platz gefunden.“.

Ein paar Jahre später traf ich Olivier Clementz, einen Franzosen, der mein Lebensgefährte und Oikias standhaftestes Fundament werden sollte. Seitdem sind wir zu zweit, um diesen Ort zu pflegen, umgeben von einem kostbaren Team von Freunden als Mitarbeiter, unseren Töchtern Daphne und Lea und einer Menge Vögel, Hunde und Katzen.

Photo: Ein Stellvertreter der Indischen Nation trifft Coco Melas, Christinas Urgroßvater und Bürgermeister von Athen, während eines Besuches der griechischen Delegation in den U.S.A.